Südländisches Flair im eigenen Heim

Ein bisschen Farbe und Sonne in die eigenen vier Wände bringen? Mediterrane Pflanzen machen es möglich – schließlich sind sie genauso schön wie die Mittelmeerregion, aus der sie kommen. Hier ist es im Sommer warm und trocken, im Winter hingegen kühl und feucht, die idealen Bedingungen für die farbenfrohen Gewächse. Doch was hat der Süden neben Zitrone, Orange und Olive an Pflanzen noch zu bieten? Jede Menge Kräuter  natürlich, zum Beispiel Rosmarin, Thymian und Oregano, die wunderbar als Gewürze fürs Essen verwendet werden können. Außerdem typisch Mittelmeerraum: Oleander, Schönmalven und Wandelröschen, alles Pflanzen mit prachtvollen Blüten.

Die richtige Erde für Zitronenbaum und Co.

Sauer macht lustig – wer schon mal in eine Zitrone gebissen hat, weiß warum. Kein Wunder, dass die Früchte pur kaum zu genießen sind: Zitrusbäume mögen es selbst gern sauer, zumindest was die Erde angeht, auf der sie wachsen. Im Gartencenter gibt es spezielle Pflanzenerde für Zitrusfrüchte, die leicht sauer und zudem mit Blähtonkügelchen versehen ist. Der Blähton sorgt dafür, dass Gießwasser besser abfließen kann und zugleich ausreichend Feuchtigkeit in der Erde gespeichert wird.

Mediterrane Pflanzen mögen keine Temperaturschwankungen

Mediterranen Pflanzen kann es im Sommer gar nicht warm genug sein, im Winter bevorzugen sie dagegen kühlere Temperaturen – sogar leichten Frost können sie ganz gut verkraften. Was sie allerdings gar nicht mögen, sind plötzliche Temperaturschwankungen. Olivenbaum und Co. sollten daher lieber langsam an warme oder kalte Temperaturen gewöhnt werden. Und die Pflanzen bitte nicht direkter Zugluft aussetzen!
Achten Sie, wenn Sie die Pflanzen überwintern möchten, außerdem darauf, dass das Licht- und Temperaturverhältnis stimmt. Hier gilt die Faustregel: Ist das Winterquartier sehr kühl, darf es nicht zu hell sein und umgekehrt. Generell bevorzugen mediterrane Pflanzen aber helle, sonnenreiche Standorte.

Was Sie beim Gießen beachten sollten

Mediterrane Pflanzen kommen aus warmen, sonnenverwöhnten Gebieten, wo es eher selten regnet. Das sollte auch beim Gießen berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass Olivenbaum und Zitrusgewächse erst dann gewässert werden sollten, wenn die Erde wirklich trocken ist. Hier gilt die gleiche Grundregel wie bei fast allen Pflanzen: Lieber einmal zu wenig gießen als zu viel! Vermeiden Sie unbedingt Staunässe bei mediterranen Pflanzen, da sonst die Wurzeln faulen und die Pflanze eingeht.

Licht
Sind die Pflanzen nicht immergrün, sondern laubabwerfend, kann der Überwinterungsraum auch dunkel sein. Nur selten vertragen immergrüne mediterrane Pflanzen im Winter auch Dunkelheit, z.B. Oleander.



Düngen, Gießen
Herbst und Winter sind Ruheperiode! Nicht düngen und nur so wenig gießen, dass sie nicht völlig austrocknen. Ab Anfang Februar wieder hell und warm stellen. Sobald neue Blätter erschienen sind, wieder normal düngen und gießen.



Ausräumen
Nach den Eisheiligen Mitte Mai an trübem Tag oder einige Tage etwas schattig, um Verbrennungen zu vermeiden und die Pflanzen abzuhärten.

Typische/häufige mediterrane Pflanzen
Lorbeer (Laurus nobilis)
Gelbe Mimose, Silber-Akazie (Acacia dealbata)
Feigenbaum (Ficus carica)
Granatapfel (Punica granatum)
Olivenbaum (Olea europaea)
Zitruspflanzen (Citrus spec.)
Kamelie (Camellia japonica)
Zylinderputzer (Callistemon spec.)
Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Lavendel (Lavandula angustifolia)
Myrte (Myrtus communis)
Hanfpalme (Trachycarpus fortunei)
Echte Zypresse (Cupressus sempervirens)
Agave (Agave americana)